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Sonntag, 31. Januar 2016

2010 mein 45. Lebensjahr, PSA 1,2ng/ml, Prostatavolumen 26ml

Durch den Prostatakrebs meines Vaters, der mit 60 Jahren daran erkrankte und dem die Prostata mit all den Nebenwirkungen entfernt wurde (radikale Prostataektomie) entschließe ich mich einen Termin bei einem Urologen auszumachen. Gesagt, getan hatte ich einen Termin bei Dr. Z innerhalb von 3 Wochen erhalten.

Im September 2010 war es dann soweit, mit zittrigen Knien betrat ich also die Praxis von Dr. Z. Am Empfang fragte die Dame nach meinem Begehren und ich antworte leise Prostatavorsorge. Ähnlich wie in dem Werbespot mit den Kondomen im Supermarkt wiederholte die Empfangsdame laut und unmissverständlich für jeden in der Praxis zu hören, "aha zur Prostatakrebsfrüherkennung".  OK, ich hatte schon gelernt, Vorsorge gibt es nicht, Krebs kann man ja nicht akitv vorbeugen, man nennt das Ganze daher Früherkennung.

Nach feststellen der Personalien hatte mir die freundliche Dame ein Becherchen in die Hand gedrückt, zeigt mit dem Finger auf die WC Tür, "da hinein und bitte nicht randvoll machen".  Ich Verstand, die wollen Urin von mir. Also betrat ich das WC in dem zwei Kabinen nebeneinander waren und ging in die eine leere Kabine hinein. Hosen auf, die Männlichkeit in die Hand genommen und gewartet. Auf der anderen Seite der Kabine plätscherte es unüberhörbar in die Schüssel und ich stand. Es tat sich nichts, mein Klonachbar wechselte, es plätscherte wieder und ich stand immer noch. Es kam einfach nichts, ich war total verkrampft und konnte noch nicht mal ein winziges Tröpfchen in das Becherechen abgeben.

Ich gab auf und ging mit leerem Becher wieder zur freundlichen Damen an den Empfang und versuchte mit hochrotem Kopf mit einem Späßchen die Sache zu überspielen. "Leider das Gegenteil randvoll"... Die Dame zeigte Verständnis und bat mich im Wartezimmer Platz zu nehmen. Dort saß ich dann mitten unter lauter Männer, die alle schon das Rentenalter weit überschritten hatten. Ich hebte den Altersdurchschnitt also signifikant.

Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte die freundliche Dame meinen Namen aufgerufen, "Herr B. bitte in Zimmer 3".

In Zimmer 3 saß er nun, Dr. Z. Anfangs 60, graue Haare und bat mich doch vor ihm Platz zu nehmen. "Aha, sie sind also gekommen um eine Prostatafrüherkennung zu machen, warum haben sie sich dafür entschlossen?" wollte Dr. Z. wissen. Ich erzählte ihm von meinem Vater, dessen Leiden und berichtete ihm schon mal davon gehört zu haben, dass ein höheres Krebsrisiko bestehen würde wenn in der Familie Vater oder Bruder daran bereits erkrankte. Dr. Z. kruschelte eine Schautafel hervor auf dem die männlichen Geschlechtsorgane sich darauf befanden und erklärte mir die Zusammenhänge und die Funktion der Prostata.

Nach der kurzen Erklärung hielt er mir einen Zettel mit allerhand urologischen Untersuchungen vor die Augen und meinte, hier unterschreiben, kostet 115,00 Euro. Völlig überrumpelt unterschrieb ich den Zettel und willigte damit, ohne zu wissen was da auf mich zukam, den sogenannten IGEL, individuellen Gesundheitsleistungen, für Kassenpatentien zu. Danch folgten sehr persönliche Fragen zu Strahlverhalten beim Pinkeln, Anzahl nächtlicher Toilettengänge und dem Vorhandensein morgentlicher Erektionen.

Dr. Z. bat mich in einen Nebenraum und forderte mich auf, "unten freimachen und auf die Liege legen". Das war der Moment an dem mir das zweite mal  das Herz in die Hose rutschte. Zögerlich zog ich meine Schuhe und meine Hose aus und wollte mich auf die Liege legen. Dr. Z. schaute mich an, "Unterhose natürlich auch! Am Telefon und durch die Hose keine Diagnose!" Mir war jetzt schon kalt, ich zog meine Unterhose aus und schaute beschämt an mir herunter. 10cm Mannespracht war auf mickrige 3cm gesschrumpft, der Hodensack nicht mehr zu sehen. Ich wußte plötzlich von der Bedeutung des Spruches "den Schwanz einziehen". Ich legte mich nackt und bloß auf die Liege.

Zuerst nahm mir Dr. Z. Blut ab. "für den PSA Wert" meinte er. Danach nahm er meinen Penis in die HAnd, tastete von oben nach unten den Schaft ab, zog meine Vorhat zurück, spreitzte die Harnröhrenöffnung und begutachtete meine Eichel. Danch waren die Hoden an der Reihe, jeden für sich ließ er sie mehrfach durch seine Finger gleiten. Danch nahm er das Gleitmittel für den Ultraschallkopf und strich die kalte Masse auf meinen Hodensack, oberhalb des Penises und auf meinen kompletten Bauch. Mit dem Ultraschallknopf drückte er dann fest in meinen Hodensack und strich dann über jeden Hoden. "Glückwunsch" meinte Dr. Z. "Hodenvolumen über dem Durchschnitt" meinte Dr.Z. dem konnte ich nur ein "Aha" erwidern. Danach war ein Ultraschall der Blase über die Bauchdecke dran. Mehrfach drückte er den Ultraschallknopf in die Bauchdecke. Kommentarlos kam er dann zum Utraschall der Nieren. "Alles soweit o.k., nur eine kleine Zyste auf der Niere, kein Problem" murmelte Dr.Z.

Ich mußte mich auf die Seite drehen. Im drehen sah ich wie Dr. Z. einen Fingerling über einen Finger streifte und mit Gleitgel einschmierte. "Beine anziehen und locker bleiben, jetzt gehts zur Hafenrudfahrt" sagte Dr.Z. und lachte dabei. Ich wiederholte fragend "Hafenrundfahrt?". Noch ehe das Wort ausgesprochen war hatte ich den Finger von Dr. Z. in meinem Po. mehrmals drehte er seinen Finger in meinem Hintern hin und her, schob ihn dabei von oben nach unten und drückte dabei auf irgendetwas. "Wenns drückt ist es die Prostata" meinte Dr. Z. Nach knapp einer halben Minute war der Finger wieder draußen. "Locker liegenbleiben" meinte Dr. Z. und rammte mir dann den dicken Ultraschallkopf in meinen bis dahin jungfräulichen Hintern. Die Prozedur war unangenehm. Das Ding erschien mir einfach für meinen zierlichen Hintern zu dick. Er bewegte den Schallkopf ein Paar mal hin und her und murmelte etwas vor sich. Dann bat er mich auf den Monitor des Ultraschallgerätes zu schauen, ich hatte immer noch den Schallkopf im Hintern.

"Das ist Ihre Prostata, und zeigt auf ein graues kastanienförmiges Gebilde. Soweit alles in Ordnung, nur das Volumen ist für Ihr Alter zu hoch, 26ml, wenn Ihre Prostata weiter wächst steuern Sie im Alter auf ein Problem zu. Sie haben eine beginnende Prostatahyperplasie!"

Ich durfte das ganze klebrige Ultraschallzeugs abwischen, mich anziehen und wurde an Dr. Z. Schreibtisch gebeten. "Sie bekommen von mir einen Bericht per Post, darauf sind der  PSA Wert und die weiteren Ergebnisse zu entnehmen. Dort steht auch wann Sie wieder kommen sollten. Normalerweise wieder in einem Jahr."

Mein erster Kontakt zu einem Urologen ging zu Ende. Mit der Diagnose "beginnende Prostatahyperplasie" trat ich den Heimweg an.

Tage später kam der Breif mit der Rechnung und der Diagnose:

PSA: 1,2ng/ml
Volumen: 26ml
Daignose: beginnende Prostatahyperplasie

Ich begann im Internet zu recherchieren...

to be continued 2011


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